Schimmelbildung in der Wohnung ist kein neues Thema, jedoch durch neue Einbauweisen und den damit verbundenen Taupunktverlagerungen, als auch durch nachträgliche Dämmungen an der Gebäudehülle, ein immer häufiger auftretendes Problem.

 

Beachten Sie hierzu auch unsere Information "Wasser auf Glas / Rahmen" die sich ebenfalls mit einer Grundlagenursache der Schimmelproblematik  befaßt.

 

Darüber hinaus werden wir an dieser Stelle die bereits vorhandenen Informationen, wie sie vielfältig im Internet zu finden sind, durch Verlinkung auf entsprechende Seiten und sortiert nach Themen aufführen.

Das "Rad der Information" soll an dieser Stelle eben nicht neu erfunden werden.
Beachten Sie hierbei, das diese Verlinkungen außerhalb unseres Verantwortungsbereiches liegen !

 

 

Soweit möchten wir an dieser Stelle vorab informieren:

 

Lüften ist in der Sache eigentlich nicht hilfreich und erforderlich!

 

An dieser Stelle dürften wir ihre Aufmerksamkeit erreicht haben da ihnen von anderen Stellen und informativen Dienstleistern als auch dem Bundesumweltamt anderes gesagt wird.

 

Lassen Sie uns bitte einmal hierzu hinterfragen:

warum wollen Sie Lüften?

Wenn wir diese Frage an Raumnutzer stellen wird häufig gemeint, dass ein Lüften erforderlich sei um die Raumfeuchte zu “entsorgen“ durch das offene Fenster.

Sicherlich ist dieses eine Möglichkeit, aber nicht empfehlenswert!

Gleichzeitig wird bei einem offenen Fenster neben eventueller Entsorgung von feuchter Luft nach außen die Raumtemperatur erheblich abgekühlt und es bedarf neuer Energie eben diese Raumluft wieder auf zu heizen.

Ebenso kann, bei falscher Dauerbelüftung, das offene Fenster dazu beitragen die Oberflächentemperaturen von Möbeln, Boden und Wand zu reduzieren die dann ebenfalls neu aufgewärmt werden müssen.

Dies gewinnt ebenso ein „mehr“ an Gewicht wenn man die aktuellen Lüftungsintervalle von offiziellen Stellen als auch anderer betrachtet. Mittlerweile besteht eine Lüftungsintervallempfehlung von bis zu achtmal Stoßlüften am Tage!

Dieses soll dann verteilt über den gesamten Tag passieren?!

Wie dieses umzusetzen ist bei einem arbeitenden Raumnutzer wird allerdings nicht bekannt gegeben.

 

Da die eigentliche Zielsetzung bei dem Lüften das entfeuchten der Wohnung ist, sollte sollte eben auch nur die Entfeuchtung als solches die Zielsetzung während der Wohnraumnutzung sein. Nun wäre es am einfachsten zu sagen:

Die Ursache der Luftfeuchte ist entsprechend abzustellen!

 

Dies wäre sicherlich eine mögliche Lösung, würde aber bedeuten dass der Wohnraumnutzer für die Dauer der möglichen Feuchtigkeisbildung den Wohnraum verlassen sollte. Dadurch würde ausgeschlossen werden dass der Wohnraumnutzer durch ausatmen, kochen, Wäsche trocknen, duschen sowie mit „feuchten“ Gegenständen wie Aquarium oder Pflanzen den Wohnraum mit Feuchtigkeit belastet.

 

Allerdings kann dies natürlich keine Zielsetzung sein.

Aber es zeigt schon einmal auf, dass die Ursache der Raumfeuchte in der Regel dem Raumnutzer zuzusprechen ist und weniger dem raumgebenden!

 

Als Lösung zur Reduzierung der Raumfeuchte empfehlen wir die Nutzung eines elektrischen Luftentfeuchter, welcher, je nach Preisklasse, eine optimale Raumklimafeuchte entsprechend der einstellten Vorgaben des jeweiligen Raumnutzers erreicht.

Hierzu ist es dann nicht erforderlich die Fenster zu öffnen und somit auch teuer bezahlte Wärme zu benutzen um Raumfeuchte nach außen hinaus zu werfen, mit diesen dann aber auch das Geld. Selbstverständlich ist ein Luftentfeuchter auch mit laufenden Kosten verbunden, wenn dieser jedoch entsprechend eingestellt ist (gegebenenfalls auch über Zeitschaltuhr geregelt um keine Geräuschbelästigung zu bestimmten Zeiten zu haben -obwohl diese Geräte relativ leise arbeiten!-), sind unter Umständen sogar verringerte Kosten möglich.

 

Dieses ist auch immer abhängig von dem entsprechenden Wohnraumnutzer und seinem Anspruch an das Wohnraumklima. Daher ist auch der entsprechende Luftentfeuchter passend zum eigenen Wohnraumverhalten auszuwählen und wie ein modernes Möbelstück zu betrachten welches in einen heutigen Haushalt gehört  wie der Fernseher oder die Kaffeemaschiene.

 

Als ein besonderer Vorteil an einem Luftentfeuchter ist hervorzuheben, dass, wenn die Wohnraumfeuchte verringert ist (bei ca. 55 % spricht man von normaler Wohnraumfeuchte), sich auch die Heizleistung verbessert, sich gegebenenfalls dadurch Kosten reduzieren lassen im Bereich der Aufheizung der Wohnung!

 

Hierzu ein Beispiel welches wir nur bedingt empfehlen nach zu spielen:

stellen Sie sich bitte eine kalte, ungeheizte Herdplatte vor;

auf dieser Herdplatte setzen Sie nun einen größeren Wassertropfen;

wenn Sie sich nun vorstellen die Herdplatte auf Stufe sechs oder sieben einzustellen und zeitgleich zwei Finger auf die Herdplatte legen, wovon einer der Finger im Wassertropfen steht ohne die Herdplatte zu berühren und der andere Finger auf der trockenen Herdplatte;

was meinen Sie welcher ihrer Finger länger aushält ?

 

Es wird der Finger sein, der im Wasser steht!

Grund:

Wasser benötigt selbst ersteinmal Energie zur Aufheizung bevor es diese Energie wieder abgeben kann!

Übertragen auf die Wohnung ist somit logisch, dass eine feuchte Wohnung weniger erzeugte Wärme in den Raum abstrahlt als es eine trockenere Wohnung bei gleicher Einstellung der Thermostate tut. Hierbei ist es auch nicht hilfreich, wenn die Heizung in ihrer Leistung im Maximum erhöht wird! Die Absorption der erzeugten Wärme steht immer im ungünstigen Verhältnis gegen die Abstrahlung der Wärme in den Raum hinein.

 

 

Wenn Sie sich nun die Informationen anderer informativer Dienstleister als auch dem Bundesamt für Umwelt genauer anschauen, werden sie erkennen, dass auch diese Ratgeber stets die Entfeuchtung der Wohnung im Ziel haben, nicht die Belüftung.

Genau genommen kann es dem Vermieter (Raumgeber) aber auch Ihnen als Mieter (Raumnutzer) egal sein ob Sie Lüften, da dieses eigentlich nur der frischen Luft und somit der Atemfähigkeit im Raum dient. Wer also nicht viel atmen möchte brauch vielleicht auch nicht viel Lüften

 

;)